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Durch Zufall zum größten Winter-Event Schwedens

An die 50.000 Leute werden in den nächsten Tagen in dem kleinen Ort Jokkmokk im Norden Schwedens erwartet. 50.000 Leute und wir, die heute völlig ahnungslos auf das älteste, traditionsreichste und größte Winter-Events Schwedens gestoßen sind. Jedes Jahr am ersten Donnerstag im Februar beginnt hier der Wintermarkt, der "Jokkmokks marknad", bei dem die Sami seit über 400 Jahren (!) zusammenkommen, um zu handeln. Mit viel Kunsthandwerk und jeder Menge Events lockt der dreitägige Markt heute Besucher aus aller Welt an. All das wissen wir jetzt...

Eisskulptur anlässlich des diesjährigen Marktes

Heute Nachmittag ernten wir noch mehr als nur verwunderte Blicke als wir - natürlich ohne Reservierung - beim Arctic Camp im Jokkmokk aufschlagen und um einen Platz für eine Nacht bitten. Später lesen wir, dass wegen des Wintermarkts sämtliche Unterkünfte im Ort für gewöhnlich schon Monate im Voraus ausgebucht sind. Dass wir trotzdem einen Stellplatz bekommen ist wohl pures Glück. Ob wir uns wirklich sicher sind, dass wir morgen weiter wollen, fragt die junge Frau an der Rezeption gleich mehrmals - immerhin beginnt der Markt erst übermorgen - und gibt uns sicherheitshalber einen Stellplatz, auf dem wir auch eine Nacht länger bleiben könnten. Als uns langsam dämmert, wie bedeutend dieser Markt wirklich ist (und dass wir davon wohl doch schon mal gehört haben) steht unsere Entscheidung dann schnell fest: Wir bleiben bis der Markt losgeht.


Unsere Fahrt nach Jokkmokk war heute besonders malerisch

Es war einmal 2020


Mittlerweile können wir uns auch erinnern, dass wir doch schon einmal von diesem Markt gehört haben. Die Geschichte warum wir überhaupt in Jokkmokk sind, beginnt nämlich schon 2020. Damals als Schweden eines der wenigen Länder war, in das wir einreisen durften, sind wir im Dezember durch das Land gereist und mit dem Ziel den Polarkreis zu erreichen zufällig auf Jokkmokk gestoßen. Vom Wintermarkt haben wir wohl damals schon gehört, die Erzählungen jedoch völlig vergessen - bis heute.


Eine Festung und ein besonderer Foto-Spot


Begonnen hat unser heutiger Tag noch knapp 100 Kilometer entfernt in Boden, wo wir gestern Abend ja zufällig eine Festung als Nachtquartier entdeckt haben. Nachdem es gestern schon dunkel war, sehen wir heute Früh erst so richtig, wie es hier aussieht. Nur wenige Meter von unserem Camper entfernt führt eine Art "Canyon" in die Steinmauer hinein und wohl ins Innere des ehemaligen Forts. Nicht nur deshalb sondern vor allem in Anbetracht des Sonnenaufgangs hat es sich mehr als nur ausgezahlt, dass wir hier hinauf gefahren sind.



Am Programm steht heute aber auch ein besonderer Foto-Spot, den wir vor drei Jahren zufällig entdeckt haben. Ganz in der Nähe von Jokkmokk, bei einer Haltestelle der Schwedischen Inlandsbahn, steht mitten in der Natur ein Holzschild, das auf den Polarkreis hinweist und deutlich hübscher als der offizielle Informationspunkt ist. Ein Foto, das wir damals zu zweit gemacht haben, wollen wir heute zu dritt wiederholen. Der Weg dort hin gestaltet sich allerdings gar nicht so einfach. Wegen des milden Wetters (es hat tatsächlich 5 Grad Plus) ist der Schnee so weich, dass wir trotz Schneeschuhen bis zur Hüfte einsinken. Die ursprünglich geplante Schneewanderung über das Schild hinaus sparen wir uns deshalb. Stattdessen geht's für uns weiter ins Zentrum von Jokkmokk, wo wir heute mitten im schwedischen Winter großartige thailändische Küche genießen.



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