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"Ass sitting" auf den Lofoten

Wenn das Wetter auf den Lofoten schlecht ist, dann ist es offenbar wirklich schlecht. Lawinen, Straßensperren, eingestellte Fährverbindungen - all das hat uns heute etwas Kopfzerbrechen bereitet. Jetzt stehen wir Schlange am Hafen und hoffen, morgen Früh aufs Festland übersetzen zu können. Schon die letzte Nacht war nicht gerade entspannt. Auf unserem Parkplatz außerhalb von Reine (der bei Schönwetter dank Aussicht traumhaft sein muss) war der Sturm so heftig, dass man in unserem Camper fast schon hätte seekrank werden können.



Als wir heute Früh aufwachen, hat sich das Wetter nur wenig gebessert. Dass wir hier auf den Lofoten noch einen Schönwettertag verbringen können, können wir in Anbetracht unserer verbleibenden Zeit vergessen. Wir beginnen deshalb unsere Überfahrt mit der Fähre nach Bodø zu planen, doch das erweist sich als schwieriger als gedacht. Das Online-Buchungssystem funktioniert derzeit nicht, es gilt "First come, first serve". Nachdem zuletzt ein paar Überfahrten wegen des Wetters abgesagt wurden und es am Wochenende generell weniger Verbindungen gibt, wollen wir nichts riskieren und beschließen, die kommende Nacht bereits am Hafen zu verbringen.


Reine und das Dorf mit dem kürzesten Namen


Die verbliebenen Stunden davor nutzen wir zunächst für einen Kaffee und einen Spaziergang in Reine, bei dem uns vor allem ein Outdoor-Shop ins Auge sticht. "Norway is not made for ass sitting in Lofoten" ist hier das Motto. Leider bleibt uns heute aber nicht viel anderes über als "ass sitting". Viele tolle Plätze, die wir uns in den letzten Tagen raus gesucht haben, können wir bei unserem Besuch auf den Lofoten nämlich leider nicht mehr besuchen. Wegen der Wetterverhältnisse sind heute zahlreiche Straßen gesperrt. Auch unsere Überlegung, statt der Fähre doch mit dem Camper zurück zu fahren, müssen wir wegen Lawinenabgängen und Sturmschäden schnell wieder verwerfen.



Immerhin schaffen wir es noch zur Ortschaft mit dem kürzesten Namen überhaupt: Å. Das Dorf ist quasi das "Ende" der Lofoten im Westen und mit den vielen alten Fischerhütten ein großes Fischerdorfmuseum. Wieder einmal sind wir hier also nicht die einzigen, die kurz vor Sonnenuntergang die Kaimauer entlang spazieren, von der aus man den besten Blick auf den Ort hat.



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