
Chile
Patagonien zu Fuß entdecken
Patagonien zu Fuß entdecken
O-Trek
Der O-Trek im chilenischen Torres-del-Paine-Nationalpark führt in rund acht Tagen einmal um das Paine-Massiv. Zu den absoluten Highlights dieser Mehrtageswanderung gehört neben den Torres del Paine an sich auch die Überquerung des John-Gardner-Passes. Nach dem Aufstieg eröffnet sich dabei der Blick auf das riesige Grey Glacier Ice Field. Deutlich populärer als der O-Trek ist der W-Trek. Hier sind die Wege weniger anspruchsvoll und es sind auch deutlich mehr Menschen unterwegs. Spätestens beim Blick vom John-Gardner-Pass auf den gewaltigen Grey-Gletscher weiß man allerdings, warum man sich die zusätzlichen Kilometer angetan hat. Wir haben bei unserer Wanderung übrigens sämtliche Verpflegung und Ausrüstung selbst mitgenommen. Wer bereit ist, um einiges (!) mehr zu zahlen, kann bei den Camps entlang des Weges aber auch mehr oder weniger Full-Service in Anspruch nehmen.
Tag 1

Start: Laguna Amarga . Ziel: Camp Serón
Strecke: 14,7 Kilometer . 539 Höhenmeter
Ein einfacher Start: Viele Wiesen, aber noch mehr Wald und barfuß durch einen eisigen Fluss. Langsames Gewöhnen an einige Kilo Gepäck auf dem Rücken.
Tag 2
Start: Camp Serón . Ziel: Camp Dickson
Strecke: 18,7 Kilometer . 576 Höhenmeter
Steil bergauf zum Start und als Belohnung eine großartige Aussicht. Dann durch Wiesen und Steppen, einen Gletscher im Blick. Wunderschönes Camp am Lago Dickson.

Tag 3

Start: Camp Dickson . Ziel: Camp Los Perros
Strecke: 12,7 Kilometer . 516 Höhenmeter
Wanderung hauptsächlich durch Wald und am Schluss durch Geröll und Felsen. Gletscher und Lago Los Perros geben einen Vorgeschmack auf was noch kommt. Sehr einfaches Camp.
Tag 4
Start: Camp Los Perros . Ziel: Camp Grey
Strecke: 17,7 Kilometer . 1.400 Höhenmeter
Der Tag, der es in sich hat. Steiler Anstieg über den John-Gardner-Pass. Unvergleichlicher Blick über das südpatagonische Eisfeld. Aber: Wenn man glaubt, das Schlimmste ist geschafft, folgt noch ein stundenlanges Auf und Ab bis zum Camp - inkl. Hängebrücken.

Tag 5

Start: Camp Grey . Ziel: Camp Paine Grande
Strecke: 11,3 Kilometer . 430 Höhenmeter
Fast schon ein Erholungstag von einem sehr überlaufenen Camp zum nächsten. Man merkt, dass man vom O-Trek jetzt am W-Trek ist - hier sind viel mehr Menschen unterwegs.
Tag 6
Start: Camp Paine Grande . Ziel: Camp Frances
Strecke: 15 Kilometer . 730 Höhenmeter
Eine Wanderung mit Abstecher ins Valley Frances - frei wählbar wie weit man hinauf möchte. Lohnender Ausblick auf umliegende Seen und Gletscher.

Tag 7

Start: Camp Francés . Ziel: Camp Chileno
Strecke: 17,2 Kilometer . 829 Höhenmeter
Vorbei an Seen, die so blau sind, dass sie zum Baden einladen, wäre es nicht bitterkalt . Der Windy Pass zum Camp Chileno trägt seinen Namen nicht zu Unrecht.
Tag 8
Start: Camp Chileno . Ziel: Torres del Paine . Endziel: Laguna Amarga
Strecke: 16,5 Kilometer . 673 Höhenmeter
Start um 3.30 Uhr morgens um die Torres bei Sonnenaufgang zu sehen. Bei Dunkelheit kein Kinderspiel hinauf. Nach insgesamt 123 Kilometern zurück am Start.

Isla Navarino
Ganz im Süden Chiles – noch südlicher als die argentinische Stadt Ushuaia, die schon gerne als "Ende der Welt" bezeichnet wird, – liegt die Isla Navarino und mit ihr eine der abgelegensten Wanderungen der Welt. Der Dientes-de-Navarino-Circuit führt in vier bis fünf Tagen durch die wilde Berglandschaft hinter Puerto Williams. Dabei geht es über felsige Pässe, durch Wälder und ziemlich sumpfige Torfmoore. Einen klassischen Wanderweg sucht man hier allerdings vergeblich. Manchmal weisen einem Steinmännchen oder kleine Fähnchen den Weg, manchmal hilft nur noch das GPS, das wir jedem empfehlen würden mitzunehmen.
Im Gegensatz zum O-Trek im Torres del Paine gibt es hier unterwegs auch keine Camps oder Versorgungsmöglichkeiten. Zelt, Schlafsack, Kocher und sämtliche Verpflegung müssen daher selbst mitgetragen werden. Auf unserer viertägigen Wanderung sind wir dafür auch nicht einer Menschenseele begegnet und konnten die unglaubliche Landschaft ganz alleine genießen. Dementsprechend sollte man sich vor Beginn der Wanderung – und danach – auch bei der örtlichen Polizeistation melden. In einem großen Buch trägt man hier ein, wann man wieder vor hat zurück zu sein. Warum ist logisch: Unterwegs ist man von der Außenwelt völlig abgeschnitten. Es sei denn man hat wie wir zumindest ein Satellitentelefon dabei,
Tag 1
7,6 Kilometer . 566 Höhenmeter . 4,5 Stunden
Wer glaubt, hier einen Wanderweg vorzufinden, irrt. Man schlägt sich durch Wälder, Schlamm und Matsch. An schnelles Vorankommen ist nicht zu denken.
Erster Zeltplatz: Laguna Salto . Menschen begegnet: 0

Tag 2

18 Kilometer . 1.034 Höhenmeter . 11 Stunden unterwegs
Es geht steil, steil, steil bergauf - zuerst durch einen Wasserfall, dann über einen Pass. Es folgt ein Sumpfgebiet, dann der
nächste Pass.
Premium-Zeltplatz in der Laguna Martillo. Menschen begegnet: 0
Tag 3
9,56 Kilometer . 689 Höhenmeter . 7 Stunden
Wer "Steinetreten" liebt, wird den Paso Virginia lieben, wer Höhenangst hat, wie ich, wird ihn hassen. Verweilen will man am Hochplateau aber nicht, zu heftig ist der Wind.
Zelt aufgeschlagen an der Laguna los Guanacos. Noch immer kein Mensch weit und breit.

Tag 4

6,64 Kilometer . 177 Höhenmeter . 4 Stunden unterwegs
Es geht nur noch bergab, durch Biber-Gebiete und Wälder zurück in die Zivilisation . Ohne GPS hätten wir uns aber heillos
verlaufen. Die heiße Dusche in der Ecolodge ist Gold wert.










































































