Venedig mit Maske & Abstand, aber ohne Touristenmassen

Venedig - das verbinden viele wohl nicht nur mit Gondelfahrten, malerischen Plätzchen und einem Gefühl von Romantik, das über das Stadt hängt, sondern wohl auch mit Touristenmassen, stundenlangem Schlange stehen vor Sehenswürdigkeiten und horrenden Preisen. Doch wie so vieles ist auch das im Jahr 2020 ganz anders. Mein letzter Venedig-Besuch liegt Jahre zurück und ich hätte mir wohl nicht gedacht, dass ich jemals mutterseelenalleine auf der Rialto Brücke stehe und in einem Restaurant nur ein paar Schritte weiter für vier Aperol, zwei Cappuccino und eine Pizza gerade einmal 32 Euro bezahle. Ja, alles ist anders im Jahr 2020... (die vier Aperolspritzer gingen übrigens nicht alle auf meine Kappe 😉)





Ob es sinnvoll ist oder nicht in Corona-Zeiten zu verreisen, muss wohl jeder für sich entscheiden. Fakt ist jedenfalls, dass ein solcher Urlaub nicht nur wegen der fehlenden Touristenmassen und der gemäßigten Preise anders ist als sonst, sondern auch weil die Maske zum ständigen Begleiter gehört und Sehenswürdigkeiten oft nur von außen betrachtet werden können. Ich habe die Venezianer als sehr streng empfunden, wenn es um die Einhaltung der Maßnahmen geht. Sämtliche Lokale wurden pünktlichst um 18.00 Uhr gesperrt, wozu wohl auch die im Minutentakt patrouillierende Polizei ihren Beitrag leistete. Und die Maske, die gehört ohnehin schon zum Stadtbild, denn anders als bei uns muss diese auch im Freien ständig getragen werden. Und so sieht man selbst Jogger nur mit Mund-Nasen-Schutz. Museen, Theater und sonstige Sehenswürdigkeiten waren bei meinem Besuch im Oktober geschlossen.


Ich persönlich habe mich sicher gefühlt, was wohl auch damit zusammenhängt, dass wir mit dem eigenen Auto angereist sind, ein Apartment gebucht hatten, das uns völlig kontaktlos übergeben wurde (der Vermieter hat mir einfach per WhatsApp den Zugangscode für das Schloss geschickt) und das Wetter noch warm genug war, um draußen zu essen. Soziale Kontakte waren also nicht vorhanden. Dafür konnte ich eben einmal ganz alleine auf der Rialto Brücke stehen, einen menschenleeren Markusplatz erleben und .mich mit meinem Apartment einmal ums Eck ein bisschen wie eine Einheimische fühlen, so ganz ohne Touristenmassen.


Da die Maßnahmen in diesen Zeiten regelmäßig angepasst werden, empfiehlt es sich übrigens, sich vor jedem Reiseantritt auf der Homepage das Außenministeriums über die geltenden Maßnahmen zu informieren. Und dann natürlich Maske tragen und Abstand halten! 😷

12 Ansichten0 Kommentare