Ein Tag in Hongkong: Das geht sich aus

Aktualisiert: 18. Nov 2019

Hong Kong ist eine Millionenmetropole und deshalb ist ein Tag eigentlich viel zu wenig – noch dazu, weil Hong Kong eine unfassbar coole Stadt ist – aber für alle, die, so wie ich, nur einen Stop Over in Hong Kong haben: Es geht! Das öffentliche Verkehrsnetz in Hong Kong ist super ausgebaut und im Zweifelsfall kommt man auch mit Uber und Taxis gut voran. Wer einige Stunden Aufenthalt hat, sollte sich Hong Kong also auf keinen Fall entgehen lassen.


In meinem Fall waren es genau 16 Stunden, die zwischen meiner Landung und meinem Abflug gelegen sind. Praktischerweise bin ich um 8.00 Uhr morgens in Hong Kong gelandet und um Mitternacht weitergeflogen. Deshalb hatte ich tatsächlich einen ganzen Tag Zeit, die Stadt zu erkunden – hundemüde und mit Jetlag, aber macht ja nichts. :)

1. Mit dem Airport Express bis Hong Kong Island


Der schnellste Weg vom Flughafen in die Stadt ist mit dem Airport Express. Die Tickets dafür kann man sich direkt am Flughafen kaufen. Wer am selben Tag wieder zurück zum Flughafen fährt, zahlt übrigens weniger! Ich meinem Fall war das das einzige Öffi-Ticket, das ich mir vorab gekauft habe. Alles andere habe ich in Hong Kong zu Fuß gemacht oder mit der Fähre (dazu später mehr). Der Airport Express bringt euch in etwa 25 Minuten direkt auf Hong Kong Island. Der perfekte Ausgangspunkt für das absolute Highlight in Hong Kong...


2. Hinauf auf den Victoria Peak!


Vom Airport Express bin ich direkt zum Victoria Peak spaziert. Wenn es eine Sache gibt, die ihr aus meiner Sicht auf jeden Fall machen solltet, dann ist es die Aussicht vom Viktoria Peak, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Das Gefühl, da oben zu stehen und über diese gigantische Stadt zu schauen, ist einfach unbeschreiblich! Am beliebtesten ist der Weg hinauf mit der Peak Tram, allerdings sind die Wartezeiten dafür – vor allem am Wochenende – enorm. In meinem Fall hätte ich mich an einem Sonntag mehr als zwei Stunden anstellen müssen. Ich habe mich also dafür entschieden, zu Fuß zu gehen. Später hat mir dann eine Freundin gesagt, ich hätte auch mit Uber fahren können. Das wäre wohl einfacher gewesen, aber auch der Spaziergang hinauf ist wirklich lohnenswert! Eine Wegbeschreibung bekommt ihr von mir jetzt aber nicht – ich hab mich nämlich heillos verlaufen und weitaus länger gebraucht als ich dachte. Also am besten bevor ihr losmarschiert Wlan suchen, Google Maps befragen und erst dann starten!


3. Dim Sum essen gehen!


Dim Sum essen gehört bei einem Besuch in Hong Kong einfach dazu. Wer – so wie ich – zu Fuß auf den Victoria Peak marschiert, wird spätestens danach ohnehin hungrig sein. Ich habe mich auf eine Empfehlung einer lieben Kollegin hin für Dim Sum bei Tim Ho Wan entschieden. Von dieser Kette gibt’s gleich mehrere Restaurants in der Stadt. Wer noch nie zuvor Dim Sum essen war – so wie erneut ich – findet das Bestellsystem in den Lokalen übrigens vielleicht verwirrend: Du stellst dich an, bekommst einen Platz zugewiesen, kreuzt auf einer Karte an, was du gerne essen möchtest, und zahlst dann erst beim raus gehen an der Kassa! Aber genug gegessen… schauen wir uns an, was Hong Kong noch zu bieten hat!


4. Mit der Fähre nach Kowloon!


Vom Victoria Peak und dem Dim Sum-Essen bin ich zu Fuß zum Star Ferry Pier marschiert. Theoretisch könnte man natürlich auch viele dieser Strecken öffentlich zurücklegen, aber ich gehe gerne zu Fuß. Mit der Star Ferry ging’s dann hinüber aufs Festland zum Stadtteil Kowloon! Die Fähre ist in Hong Kong ein ganz gewöhnliches öffentliches Verkehrsmittel und wirklich günstig. Eine Überfahrt kostet umgerechnet nicht einmal 40 Cent. Die benötigten Token kann man sich beim Eingang zur Fähre kaufen. Theoretisch gibt es auch einstündige Hafenrundfahrten für Touristen oder ähnliche Angebote. Diese sind aber wesentlich teurer und zahlen sich aus meiner Sicht nicht aus. Ich bin stattdessen gleich sechs Mal hin und her gefahren, um die Aussicht zu genießen. Zwei Mal davon bei Sonnenuntergang! :)


5. Ein Spaziergang durch Kowloon!


Kowloon sieht ganz anders aus als Hong Kong Island – für meinen Geschmack wesentlich „asiatischer“ und nicht so modern wie Hong Kong Island. Ich habe hier einfach einen kleinen Spaziergang gemacht: Die Nathan Road hinauf, ein Abstecher in den Kowloon Park, und über die Austin und Canton Road wieder zurück zum Hafen.

Aufnahme von meinem Spaziergang durch Kowloon

6. Die Skyline bei Nacht bewundern!


Eigentlich hätte ich Hong Kong ja gerne nochmals bei Nacht, oder noch besser bei Sonnenuntergang, vom Peak aus gesehen, aber nach meinem langen Fußmarsch am Vormittag war mir das dann doch zu anstrengend. Ich habe mich also dafür entschieden, den Abend bei der Promenade auf Kowloon zu verbringen. Und es hat sich gelohnt! Mit den letzten Bildern von der hell erleuchteten Skyline von Hong Kong Island in der Tasche bin ich ziemlich erschöpft aber mehr als zufrieden wieder zurück zum Flughafen gefahren!

Alle meine Fotos aus Hong Kong findet ihr HIER!